Fallstricke für Existenzgründer 1 – amtlich aussehende Offerten

Wer schon ‘mal ein Unternehmen gegründet hat, kennt diese Offerten mit dem amtlichen Aussehen:

Offerte-1

“amtliche” Offerte


Das Problem daran: Das Schreiben sieht zwar einem Schreiben vom Amtsgericht täuschend ähnlich, es ist aber kein amtliches Schreiben, sondern ein Angebot eines Verlages. In diesem Fall scheint der Verlag aus Spanien zu kommen, wie man am Absender und am Poststempel erkennen kann.

Umschlag1
Post aus Spanien

Das Angebot wird angenommen, durch Überweisung der 350,- Euro. Es wird sogar dringend gemacht mit dem Zusatz:
“Zur Veröffentlichung Ihres Textes halten Sie sich unbedingt an die angegebene Frist. Die Nichteinhaltung der Annahmefrist führt dazu, dass Ihre Daten nicht durch uns veröffentlicht werden.”

Ich bin sicher, dass es immer wieder Gründer gibt, die auf so eine Offerte hereinfallen. Sie zahlen die 350,- Euro,

Überweisung
Der Überweisungsträger ist schon vorgedruckt


nehmen damit das Angebot an und gehen oft sogar noch einen Vertrag ein, der sich auch noch automatisch verlängert.

Im (sehr) kleingedruckten Erläuterungstext wird zwar auf eine Möglichkeit hingewiesen, den durch die Überweisung verbindich geworden Auftrag innerhalb von 7 Tagen zu stornieren. Nur wie soll man die Informationen dazu auf der Internetseite finden, wenn keine Internet-Adresse angegeben ist???

Ich nenne so etwas Bauernfängerei!
Und hoffe, das wir mit diesem Beispiel den einen oder anderen Leser rechtzeitig warnen können.