Was macht ein Zimmerermeister im Urlaub?

Nur faul in der Sonne liegen – das fällt mir schon nach wenigen Minuten schwer.

Zum Glück gibt es im Innenhof unseres Ferienhauses hier auf Fuerteventura eine Tischtennisplatte. Nachdem wir dann sogar noch neue Tischtennis-Schläger hier in Morro del Jable kaufen konnten, bringt das Spiel erst richtig Spaß.

Imag0878
Um meine Bälle zu kriegen …
muss sich mein Vater schon etwas anstrengen;-)

 

Was machts Du denn noch hier auf der Baustelle?

Mit diesen Worten begrüßte mich die Bauherrin heute (am Samstag) nachmittag auf der Baustelle in Gettorf.

Sie wusste, dass ich schon eine Woche Urlaub gegen die Innenausbauarbeiten “getauscht” hatte. Und jetzt sah sie mich schon wieder auf der Baustelle – nur wenige Stunden vor dem Abflug in die zweite Urlaubswoche.

“Sieh zu, dass Du endlich in den Urlaub kommst!” Das war ihr gut gemeinter Ratschlag.

Ist doch schön, wenn auch den Bauherren soviel an meinem persönlichen Wohl liegt.

Also auf nach Hause, schnell ein paar Sachen gepackt und mit dem Auto nach Düsseldorf-Weeze. Von dort geht morgen früh um 06.00 Uhr der Ryanair-Flieger nach Fuerteventura.

Am nächsten Sonntag, dem 23. 12. sind wir zurück.
Da dann Weihnachten ist, “darf” ich dann wohl auch nicht arbeiten ;-) .

Statt Urlaub auf Fuerteventura Innenausbau bei einem Wohn- und Geschäftshaus

Da kann man nichts machen, der Kunde hat Vorrang.

Eigentlich wollten wir uns am 9. Dezember frühmorgens in den Flieger nach Fuerteventura setzen und dort für zwei Wochen Sonne pur tanken. Daraus ist jetzt leider nichts geworden, zumindest aus der ersten Urlaubswoche nichts. Die habe ich stattdessen beim Innenausbau des Wohn- und Geschäftshauses in Gettorf verbracht.

Der Fertigstellungstermin rückt näher und der Kunde hat natürlich Vorrang.

Imag0838
Lasergerät zum Ausnivellieren der Deckenverkleidung


Statt den heranrauschenden Atlantikwellen entgegen zu blinzeln, konzentriere ich mich also jetzt lieber auf die Punkte des Laser-Gerätes, damit die Deckenverkleidung dann auch wirklich vollkommen wagerecht ist.

Unsere Arbeiten an dem Einfamilienhaus in Tostedt gehen dem Ende entgegen

Die Arbeiten selbst haben viel Spaß gemacht, auch wenn die Fahrt nach Tostedt manchmal etwas lang war. Immerhin müssen wir jedes Mal durch den Elbtunnel. Das kann manchmal schon etwas Geduld erfordern …
Doch jetzt nähern wir uns dem Abschluss unserer Arbeiten an diesem Einfamilienhaus.

Tostedt-3
Einfamilienhaus in Tostedt

Bisher haben wir gemacht:

  • Den Dachstuhl gerichtet
  • Die komplette Dacheindeckung
  • Den Schornstein verschiefert
  • Die Unterschläge (Gesimskästen)
  • Regenrinnen und Fallrohre angebaut
  • Fenster und Türen eingebaut

Es fehlen jetzt noch ein paar Leichtbauwände und die Verlegung des Dielenfußbodens im Obergeschoss.

Heute war der Notartermin zum Grundstückskauf

Jetzt ist es amtlich, wir haben das Grundstück für die Zimmerei-Halle im neuen Gewerbegebiet in Selent gekauft.
Heute vormittag waren Till Schröder (mein Mitgesellschafter) und ich in Lütjenburg bei Herrn Kniphals, dem Notar. Für die Gemeinde Selent waren die Bürgermeisterin Frau Josten und der Amtsleiter Herr Krumbeck erschienen.

Die Atmosphäre war sehr aufgeschlossen und freundlich. Obwohl der Notar natürlich den kompletten Kaufvertrag Wort für Wort vorgelesen hat, nahm er sich doch immer wieder Zeit, uns die eine oder andere Formulierung eingehend zu erläutern. Immerhin war das mein erster Kaufvertrag für ein Grundstück, da kommen schon die einen oder anderen Fragen auf.

Auf diesem Wege also noch einmal ein Dankeschön an den Notar Herrn Kniphals und auch an Frau Josten und Herrn Krumbeck für die Geduld bei den Vorverhandlungen.

Und wer jetzt neugierig ist, um welches Grundstück es sich handelt – hier ist es, als Auszug aus dem B-Plan des Gewerbegebietes:

Arnes Grundstück-3
das Grundstück liegt am südlichen Rand des Gewerbegebietes

So kann man noch schwungvoller in die Woche starten

Das letzte Wochenende war mal wieder ziemlich kurz. Viel Arbeit und wenig Zeit zum Erholen. Wie schafft man es dennoch, am Montagmorgen wieder frisch und munter zu starten?

Auf diese Frage hat Hannes Treichl mit seinem AndersDenken Blog in Österreich eine gute Antwort gefunden:

Wem also die Version mit den drei Hammer noch nicht reicht, der hat jetzt was zum Üben. Auf eine erfolgreiche, schwungvolle und treffsichere Woche ;-)

Die ideale Zwischenlösung – der ehemalige Bauhof der Gemeinde Selent

Natürlich kann man heutzutage das meiste Material direkt auf die Baustelle liefern lassen. Doch was macht man mit den ganzen Schrauben, Verbindern, Nägeln, Rispenbändern, Unterspannbahnen usw. – also mit dem ganzen Verbrauchsmaterial?

Wenn man hierfür auch nur einigermaßen vernünftige Preise bekommen will, muss man in größeren Mengen einkaufen.

Die nächste Fragen:

  • Wo lassen wir die ganzen Holzabfälle vom Dachstuhl, von den Dachlatten und sonstigem Schnittholz?
  • Und wo bleiben wir mit dem Müll, der sich auf jeder Baustelle ansammelt und den wir nicht jedes Mal direkt zur Mülldeponie bringen können?
  • Wo können wir z.B. Fenster zwischenlagern, die auf der Baustelle noch nicht eingebaut werden können?

Die Antwort auf diese Fragen (und noch einige mehr) soll die geplante neue Halle im Gewerbegebiet in Selent bringen. Zur Zeit verhandeln wir noch über das Grundstück, doch dazu an anderer Stelle mehr.

Wir freuen uns, dass wir jetzt eine ideale Zwischenlösung gefunden haben – den ehemaligen Bauhof der Gemeinde Selent. Bis zum Bezug der Halle konnten wir ihn von der Gemeinde mieten.

P1000380
der ehemalige Bauhof


Besonders angenehm ist für mich natürlich, dass ich von meiner Wohnung praktisch nur dreimal lang hinfallen brauch. Ganz so komfortabel werde ich es später nicht mehr haben ;-) .

Ob der Typ auch gut Dachlatten nageln kann?

Der Umgang mit dem Zimmermannshammer gehört bei uns natürlich zu den Fertigkeiten, die wir als allererstes lernen. Auch wenn heute immer mehr Schießer zum Einsatz kommen, der Hammer ist immer noch das meist benutzte Werkzeug bei uns Zimmerleuten.

Ich weiß natürlich nicht, wie gut Ihr den Nagel auf den Kopf treffen könnt. Wenn Ihr aber mal sehen wollt, was man machen kann, wenn man statt einem drei Hammer in die Hand nimmt – dann dürfte Euch dieses Video gefallen.

Echt hammerhart ;-)

gefunden bei bojeonline

Richtfest eines Wohn- und Geschäftshauses in Gettorf

So schnell aufeinander habe ich noch nie zwei Richtfeste gefeiert. Ich dachte bisher immer, wir wären während meiner Zimmerer-Lehre schon schnell gewesen. Damals gab es Zeiten, wo wir an jedem Freitag ein Richtfest hatten. Dass es aber noch schneller gehen kann, durften wir jetzt erleben.

Am Freitag in Tostedt. Am Dienstag drauf bereits in Gettorf. Uns blieben beim neuen Bau also nur zwei Tage. Am ersten Tag haben wir den Dachstuhl montiert. Am zweiten Tag dann gerichtet. Eigentlich kein Problem, wenn man sich dann aber die Größe des Gebäudes anguckt, an welchem wir dieses Mal mitbauen, dann ist das glaube ich schon eine ganz beachtliche Leistung. Um das zu schaffen, waren wir am Dienstag auch mit 5 Zimmerern auf der Baustelle.

Die Bauherren hatten sich wieder viel Mühe gegeben, es gab Leberkäse und Bier (auch alkoholfrei!). Dank zweier Heizlüfter und der schnell mit einer Plane verhängten Fenster wurde es dann auch kuschelig warm.

Arbeiten und Feiern – was will man mehr ;-)

Montage des neues Dachstuhls für ein Wohn- und Geschäftshaus

Im Moment geht es bei uns so richtig rund. Die letzte Woche in Tostedt. Am Montagmorgen ging es jetzt nach Gettorf. Dort wartet ein neuer Dachstuhl auf uns, den wir zunächst montieren und dann auf einem neu zu erbauenden Wohn- und Geschäftshaus richten sollen.

Wieviel größer dieses Haus im Vergleich zu dem letzten ist, zeigt schon dieses Bild:

Gettorf-1-1
unsere neue “Großbaustelle”

Am Montag ist dann auch Hochbetrieb hier auf der Baustelle. Die Maurer sind schon seit einigen Tagen bei der Verblendung – mit drei Mann. Wir sind zu viert, zum Richten werden wir sogar mit fünf Leuten anrücken.


erste Impressionen von der neuen Baustelle